Papierlos produzieren in der Praxis

03.11.2023Letztes Update: 14.05.2024
Papierlos produzieren in der Praxis

Dank digitaler Strategie zu 90% weniger Papier

hubergroup Deutschland GmbH

Die papierlose Produktion ist ein zukunftsfähiges Konzept, das immer mehr Unternehmen in Betracht ziehen. Was im Büro bereits Einzug gehalten hat, kann auch in der Fertigung Anwendung finden.

Die hubergroup Deutschland GmbH ist den Weg in die papierlose Fertigung mit uns gegangen. Wir sprachen mit dem Projektverantwortlichen, Herrn Hasselmann über den Projektverlauf, Veränderungen und spürbare Ergebnisse.

Herr Hasselmann, welches übergeordnete Ziel verfolgte die hubergroup mit dem Projekt?

Unsere Produktionsprozesse sind geprägt gewesen von papierlastiger Dokumentation, unterschiedlichen Abläufen verteilt auf diverse Arbeitsbereiche. Das erste Ziel war es, die Prozesse und die darin versteckte Bürokratie zu vereinfachen. Durch die Überarbeitung soll die Basis geschaffen werden, passende digitale Technologien einführen zu können, unsere Mitarbeitenden unterstützen, Fehler zu minimieren, Kosten zu senken und nachhaltige Produktionsabläufe zu etablieren.

Wie sind Sie gestartet und welche Etappen haben Sie genommen?

Nach einer ersten Idee im Jahr 2020 folgte im Februar der erste Kontakt zu Cloudflight (ehemals macio). Die ersten Workshops fanden dann im April 2021 mit Frau Genschmer und Herrn Gerlach statt. Hier ging zunächst einmal darum die Machbarkeit festzustellen. Im Herbst 2021 konnte unsererseits der Auftrag an Cloudflight vergeben werden. Wir haben in regelmäßigen Workshops die Produktionsprozesse systematisch für den Pilot-Bereich analysiert und optimiert. Der Übergang in die Systementwicklung war dann fließend. Heute haben wir das System in einem Produktionsbereich etabliert und arbeiten gerade an der Ausweitung in den nächsten Bereich. Zunächst haben wir die Hauptdokumente noch parallel mitlaufen lassen. Dies werden wir nach der Übergangsphase abstellen und so den Papiereinsatz um bis zu 90% senken.

Bereits in der Entwicklungsphase konnten Sie erste Erfolge verzeichnen. Welche waren das?

Im Team haben wir sehr schnell ein Verständnis darüber erlangt, dass das System dabei unterstützt, Fehler zu vermeiden und die Fehlerquote signifikant zu senken. Daneben haben wir auch ein deutlich besseres Prozessverständnis erlangt, das uns hilft, diese weiter zu optimieren.

Wie wurden die Veränderungen bei Ihren Mitarbeitenden angenommen? Wie ist das Feedback Ihrer Mitarbeitenden ausgefallen?

Am Anfang waren viele Mitarbeiter skeptisch, einige waren aber auch sehr enthusiastisch und interessiert an der neuen Technik. Mittlerweile sind alle Mitarbeiter von den Vorteilen überzeugt, schließlich wird ihre Arbeit deutlich vereinfacht. Sie haben an jedem Arbeitsplatz immer nur die Informationen, die sie zur Bearbeitung des Auftrages gerade in dem Moment benötigen. Außerdem wurde die Dokumentation von Produktionsdaten durch die Scannertechnik quasi automatisiert. Das deutlich verbesserte Prozessverständnis hilft außerdem allen Mitarbeitenden, und motiviert, kontinuierlich weiter zu verbessern.

Welche Ergebnisse können Sie mittlerweile verbuchen?

Papierlos produzieren war unser Ziel und nach der Einführung erwarteten wir Einsparungen an von ca. 800kg in den nächsten 12 Monaten. Damit sind wir auf einem sehr guten Weg.

Außerdem spüren wir eine deutliche Verbesserung im Produktionsablauf. Nach dem Einsatz des Systems konnten wir unsere Fehlerquote dauerhaft um über 80% reduzieren. Fehler sind menschlich, mit digitaler Unterstützung können diese auf einfachem Weg vermieden werden. Zum anderen sehen wir deutliche Erleichterungen in Arbeit der Mitarbeiter, dadurch, dass Informationen gezielter erfolgen, Tätigkeiten überflüssig oder erleichtert werden. Zu guter Letzt ermöglicht es den Prozessverantwortlichen die Prozesse einfacher zu analysieren, weil viel einfacher entsprechende Daten generiert und ausgewertet werden können.


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