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Veröffentlicht am 26.02.2026

Studie über KI-Agenten in deutschen Unternehmen: Umsetzung bleibt hinter Hype zurück

Studie über KI-Agenten in deutschen Unternehmen: Umsetzung bleibt hinter Hype zurück

Studie über KI-Agenten in deutschen Unternehmen: Umsetzung bleibt hinter Hype zurück

  • Trotz hoher Erwartungshaltung – 86% sind von dem Potenzial überzeugt – setzt nur jedes neunte deutsche Unternehmen KI-Agenten bereits in einer fortgeschrittenen Phase ein.
  • Geld ist nicht das Problem: Nur 14% der Unternehmen führen fehlende finanzielle Mittel als Hindernis für den künftigen Einsatz von KI-Agenten an
  • Erfolgreiche Unternehmen schaffen Klarheit: durch einen definierten Business Case, einen hohen Grad an Abstimmung zwischen den Abteilungen IT, Compliance und Business und enge Zusammenarbeit auf Vorstandsebene

 

München, 26. Februar 2026 – Warum sind manche Unternehmen bei der Nutzung von KI-Agenten erfolgreicher als andere? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine aktuelle Studie von Cloudflight unter 150 Entscheiderinnen und Entscheidern aus deutschen Unternehmen. Die Studie zeigt die zentralen Voraussetzungen und Kriterien für einen erfolgreichen Einsatz von KI-Agenten. Erfolg ist nicht hauptsächlich vom Geld abhängig – so viel sei vorweggenommen.

Der Großteil der Befragten (86%) ist sich einig: Agentische KI hat das Potenzial, ihr Unternehmen zu verändern. Die Erwartungen an den Grad der Veränderung variieren leicht. Knapp die Hälfte (53%) ist davon überzeugt, dass der Einfluss von KI ‘wesentlich’ sein wird, während ein Drittel (33%) agentischer KI sogar ‘transformative’ Eigenschaften zuschreibt.

Die Erwartungen sind also hoch. Die Realität kann hier aber noch nicht mithalten. Nur bei jedem neunten Unternehmen (11%) funktioniert der Einsatz der Agenten so gut, dass er als ‘fortgeschritten’ gilt. 38% der befragten Unternehmen sind immerhin schon in einer Phase der Skalierung. Knapp die Hälfte befindet sich dagegen noch in frühen Phasen der Nutzung. Wie kommt es zu dieser Diskrepanz zwischen Potenzial und Umsetzung?

 

Budget spielt eine untergeordnete Rolle

Anders als vielleicht erwartet, ist Geld nicht das Problem, wenn es darum geht, KI-Agenten-Projekte ins Leben zu rufen. Nur 14% der Befragten nannten fehlendes Budget als Bremse für den KI-Agenten-Einsatz. Andere Hindernisse überwogen deutlich. Der am häufigsten genannte Grund ist mit 51% fehlendes Vertrauen und Angst vor den Risiken. Als sehr hinderlich werden mit 39% auch Compliance-Fragen gesehen, gefolgt von unklaren Verantwortlichkeiten (27 %) und einer unklaren KI-Strategie (22 %). 40 % kommen gar zu dem Schluss, dass ihr Unternehmen noch nicht bereit für den KI-Agenten-Einsatz ist. Auch bei Unternehmen, die fehlgeschlagene KI-Agenten-Initiativen im Rückblick bewerten, spielen finanzielle Gründe nur eine kleine Rolle. Hier kommen ebenfalls nur wenige (8%) zu dem Schluss, dass ihr Projekt am Geld gescheitert ist.

 

Erfolgskriterien für den Einsatz agentischer KI

Unternehmen, die es schaffen, die Kluft zwischen Überzeugung und Umsetzung zu schließen, zeichnen sich durch drei Kriterien aus: (1) einen klar definierten Business Case, (2) gute Abstimmung zwischen Compliance, IT und Business und (3) vertrauensvolle Zusammenarbeit von CEO, CTO und CIO. Nur wenn diese drei Aspekte zusammenkommen, hat ein Unternehmen die Chance, KI-Agenten erfolgreich einzusetzen.

Ein klar definierter Business Case ist die Basis für die Bewertung und Weiterentwicklung eines Projekts. Fehlen jedoch Zeitpläne, Ziele für die Investitionsrendite (ROI) und weitere Bewertungskriterien, entsteht das Risiko, dass das Projekt aus den frühen Stadien – Explorationsphase, Experimentierphase oder frühe Einführungsphase – nicht herauskommt. Die Studie zeigt, dass nur 29% der Befragten einen klar definierten Business Case für ihre KI-Projekte haben. Somit hat gerade mal ein Drittel überhaupt die Voraussetzung geschaffen, um erfolgreich zu sein.

Ein Business Case ist zwar die Basis, reicht aber alleine nicht aus. Unternehmen müssen es auch schaffen, ihre Abteilungen gut abzustimmen. Wer ist verantwortlich? Wie werden Entscheidungen getroffen? Wie funktionieren Abstimmungen? Die Zahlen zeigen, dass Unternehmen, bei denen Compliance, IT und Business vollständig abgestimmt sind, Pilotprojekte schneller überführen und in weitere Geschäftsbereiche skalieren können. Auch das Vorhandensein eines Business Case korreliert mit dem Grad, wie gut die Abteilungen abgestimmt sind. Bei den vollständig abgestimmten Unternehmen haben 60% einen klar definierten Business Case, während von den mäßig abgestimmten Unternehmen nur 8% einen klar definierten Business Case haben.

Auch wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, bleibt ein weiterer erfolgskritischer Aspekt: die enge und abgestimmte Zusammenarbeit auf Vorstandsebene. Das Profil und die Aufgaben von CEO und CTO sind per Definition unterschiedlich. CEOs tragen die Verantwortung für die Zukunftsfähigkeit und Reputation des Unternehmens. CTOs verantworten technische Ergebnisse und die Leistungsfähigkeit der Systeme. Vor diesem Hintergrund kommt es zu unterschiedlichen Bewertungen von KI-Agenten. Besonders deutlich wird dies bei der Frage “Welches Maß an Autonomie ist für KI-Agenten in Ihrem Unternehmen akzeptabel?” Während CTOs mit 33% die höchste Akzeptanz für vollständige Autonomie zeigen, stehen CEOs mit 19% am anderen Ende des Spektrums. Nur wenn zwischen diesen Perspektiven ein offener und strukturierter Austausch stattfindet und beide Seiten Gehör finden, lassen sich Blockaden vermeiden.

„Wer sich auf die Frage nach dem Budget konzentriert, um agentische KI-Projekte zu starten, arbeitet am Problem vorbei. Die erfolgreichen Unternehmen in diesem Bereich geben nicht mehr Geld aus, sie koordinieren sich bloß besser. Die Frage muss sich verschieben: Von ‚Können wir uns das leisten?’ zu ‚Können wir uns dafür sinnvoll aufstellen?’ Die zweite Frage entscheidet. Aber die meisten Unternehmen haben die Grundlagen dafür noch nicht geschaffen”, sagt Gernot Molin, Chief Technology Officer bei Cloudflight | paiqo.

 

Zur Methodik der Studie:

Die Ergebnisse basieren auf einer quantitativen Online-Befragung von 150 C-Level- und Senior-Executives aus deutschen Unternehmen. Die Erhebung wurde zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 durchgeführt.

Befragt wurden Führungskräfte aus Geschäftsführung, IT, Digitalisierung und Operations (u. a. CEO, CIO, CTO, CDO). Berücksichtigt wurden ausschließlich Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro.

Die Stichprobe umfasst Unternehmen aus den Bereichen Industrie/Produktion, Logistik, Finanzdienstleistungen, Energie, Handel, Gesundheitswesen und öffentlicher Sektor.

 

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Über Cloudflight

Cloudflight ist ein führender Full-Service-Partner für digitale Transformation. Das Unternehmen bietet strategische Beratung, individuelle Softwareentwicklung und Cloud-Betrieb mit Schwerpunkten in E-Commerce, IoT, Künstlicher Intelligenz und cloud-nativer Applikationsentwicklung. Cloudflight unterstützt Kunden in ganz Europa dabei, Innovation praxisnah umzusetzen und messbaren Mehrwert zu schaffen.

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