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Veröffentlicht am 23.11.2023

Patientenzentriertes Experience-Design in der Medizinprodukt-Entwicklung

Patient-centric design

In unserer digital vernetzten Welt können Patienten zu Usern werden. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, ein Design zu schaffen, das sich auf die individuellen Bedürfnisse und Herausforderungen der Patienten konzentriert. Dies ist der Fokus des patientenzentrierten Experience-Designs.

 

Nutzerzentrierung – was war das nochmal?

 

Die klassischen Pfeiler der Nutzerzentrierung – Kollaboration, Empathie, Accessibility, Usability und Iteration – bilden das solide Fundament, auf dem wir aufbauen. Sie sind der Standard, den wir mit höchster Expertise für Sie meistern. Für eine tiefere Auseinandersetzung mit diesen Pfeilern und wie wir sie in Ihre Projekte einfließen lassen, stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. In der medizinischen Produktentwicklung gehen wir jedoch weit über diese Grundlagen hinaus, indem wir patientenzentriertes Design in den Mittelpunkt unserer Entwicklungsphilosophie stellen. Denn hier steht nicht der Nutzer im Allgemeinen, sondern der Patient mit seinen spezifischen Bedürfnissen und Anforderungen im Vordergrund.

 

Differenzierung ist der Schlüssel

 

Die patientenzentrierte Perspektive fügt dem Nutzerzentrierungsansatz eine entscheidende Dimension hinzu, die besonders im Gesundheitsbereich von signifikanter Bedeutung ist. In der Welt der Medizinprodukteentwicklung sind die Stakeholder – die Patienten – nicht nur Endnutzer, sondern in besonderem Maße vulnerable Individuen, deren Lebensqualität und Wohlbefinden von unseren Produkten direkt abhängen. Wir stellen sicher, dass unsere Designs nicht nur benutzerfreundlich und barrierefrei sind, sondern auch die notwendigen hohen Standards in Bezug auf Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit sowie die individuellen gesundheitlichen Bedürfnisse der Patienten berücksichtigen.

 

Während die klassische Nutzerzentrierung die Interaktion des Nutzers mit dem Produkt betont, hebt das patientenzentrierte Design die spezifischen Bedürfnisse und das Erleben des Patienten im Kontext einer Erkrankung hervor. Dabei spielen nicht nur Privatsphäre und Sicherheit eine zentrale Rolle, sondern auch das physische und psychische Wohlergehen der Patienten. Diese Dimensionen sind für uns von solch fundamentaler Bedeutung, dass wir sie in jeder Phase unserer Entwicklungsprozesse berücksichtigen.

 

Die Welt durch die Augen des Patienten betrachten

 

Die patientenzentrierte Perspektive berücksichtigt, dass der größte Teil der gesundheitlichen Ergebnisse außerhalb der klinischen Umgebung beeinflusst wird. Gleichzeitig werden die Interaktionen zwischen medizinischem Gerät und Patient immer weniger durch Mediziner mediatisiert. Was früher spezialisiertes medizinisches Gerät erforderte, ist heute zum Beispiel in die Apple Watch und andere Fitness-Geräte integriert. Deshalb betrachten wir die Patienten nicht mehr als passive Empfänger medizinischer Leistungen, sondern als aktive Teilnehmer ihrer eigenen Gesundheitspfade. Unsere Produkte sind darauf ausgelegt, Patienten zu ermächtigen und ihre Selbstwirksamkeit zu stärken.

 

Erfolgreiche Umsetzungsstrategien

 

Wir nutzen spezialisierte Strategien, um diese Philosophie in greifbare Produkte umzusetzen:

 

  1. Nutzerforschung: Durch Interviews, Kontextanalysen und Visualisierungen können tiefgreifende Einblicke in die Bedürfnisse und Vorlieben der Patienten gewonnen werden.
  2. Einbindung von Patienten: Durch Low-Fidelity-Prototyping und Storytelling kann sichergestellt werden, dass die entwickelten Produkte die therapeutischen Ziele unterstützen sowie den individuellen Bedürfnissen der Patienten entsprechen.
  3. Evaluationsprozess: Durch High-Fidelity-Prototyping und normenkonforme Evaluation kann das Design getestet und verfeinert werden, um maximale Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit zu gewährleisten.

 

Darüber hinaus kann die Kombination von medizinischer Expertise und Technologie eine personalisierte Patientenansprache ermöglichen. Modelle wie das Transtheoretische Modell (“Stufen der Verhaltensänderung”) oder das WOOP-Modell (Wish, Outcome, Obstacle, Plan) können helfen, die Motivation zur Verhaltensänderung zu stärken. Technologische Ansätze, einschließlich personalisierter Ansprache durch Reinforcement Learning und vortrainierte Persönlichkeitsprofile, können die individuelle Ansprache weiter verstärken.

 

Patienten im Fokus: Gestaltung für eine gesündere Zukunft

 

Das patientenzentrierte Experience-Design ist für uns mehr als ein Schlagwort – es ist ein leitendes Prinzip und ein entscheidender Faktor für den Erfolg in der Gesundheitsbranche. In enger Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen gestalten wir Produkte, die echte Veränderungen bewirken und den Weg für eine gesündere Zukunft ebnen.

 

Lassen Sie uns zusammenarbeiten, um medizinische Produkte zu entwickeln, die die Bedürfnisse der Patienten nicht nur erfüllen, sondern übertreffen.

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