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Published on Sep 26, 2023

Digitale Hoffnung: KI und ePA im Fokus des deutschen Gesundheitswesens

Eric Thomas

Im Zeitalter der Digitalisierung erlebt auch das Gesundheitswesen eine drastische Transformation – von der Einführung von künstlicher Intelligenz (KI) bis hin zur elektronischen Patientenakte (ePA). Eine aktuelle Umfrage des Bitkom e.V. gibt aufschlussreiche Einblicke in die Einstellungen und Erwartungen der deutschen Bevölkerung an diese Entwicklungen.

 

Künstliche Intelligenz: Eine riesige Chance

Laut der Umfrage setzen 81 Prozent der Deutschen große Hoffnungen in den Einsatz von KI in der Medizin. Die Mehrheit ist der Meinung, dass KI den Arzt so oft wie möglich unterstützen sollte. 35 Prozent der Befragten sehen sogar das Potenzial, dass KI-gestützte Robo-Doktoren den Arzt ersetzen könnten. Diese Entwicklungen wecken aber auch Ängste: Rund 23 Prozent der Menschen empfinden den Einsatz von KI in der Medizin als beunruhigend.

 

Elektronische Patientenakte: Informationsbedarf und Datenschutz

Ein weiterer wichtiger Baustein der digitalen Transformation im Gesundheitswesen ist die elektronische Patientenakte (ePA). Rund 59 Prozent der Deutschen würden sie gerne nutzen, allerdings fühlt sich ein Großteil der Bevölkerung schlecht informiert – 73 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Aufklärung. Zudem gibt es Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit: 59 Prozent der Befragten sorgen sich um die Sicherheit ihrer Daten bei der Nutzung der ePA.

 

Digitalisierung: Geschwindigkeit und Akzeptanz

Insgesamt begrüßen 83 Prozent der Deutschen die Digitalisierung im Gesundheitswesen und sehen darin eine Stärkung des Systems. Allerdings kritisieren 72 Prozent das langsame Tempo der digitalen Entwicklungen. Der Informationsbedarf ist nicht nur bei der ePA groß, auch beim elektronischen Rezept wünschen sich 47 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mehr Informationen.

 

Maßgeschneiderte Software-Lösungen

Diese Ergebnisse offenbaren signifikante Chancen im Health-Care-Sektor. Die positive Grundeinstellung zur Digitalisierung und die Bereitschaft, neue Technologien anzunehmen, schaffen ein günstiges Umfeld für die Implementierung maßgeschneiderter Software-Lösungen. Der Informationsbedarf und die Datenschutzbedenken der Bevölkerung unterstreichen jedoch auch die Notwendigkeit transparenter, sicherer und benutzerfreundlicher Lösungen.

 

Doch warum das alles? Klinikärzte verbringen etwa 30 Prozent ihrer Zeit mit Dokumentation, in der Regel auf Papier, so ZDF heute. Der Digitalisierungsgrad in deutschen Krankenhäusern erreicht laut Krankenhausreport des wissenschaftlichen Institutes der AOK gerade einmal 2,3 von maximal 7 Punkten – und liegt damit mehr als 35 Prozent unter dem europaweiten Durchschnitt. Die Folgen sind zettelbasierte und fehleranfällige Arbeitsabläufe, nicht abgestimmte Diagnosen, heterogene Dateninseln sowie Zeitverluste bei der Kommunikation zwischen Arzt und Pflegekraft. Laut BARMER kann die Digitalisierung allein in Deutschland dabei helfen, bis zu 70.000 Todesfälle pro Jahr zu vermeiden.

 

Software-Provider können den Gesundheitssektor dabei unterstützen, durch den Einsatz innovativer und papierloser Technologien die Patientenversorgung zu optimieren und die Effizienz von Gesundheitsdienstleistungen durch den Einsatz innovativer Technologien zu steigern. Maßgeschneiderte Software kann dazu beitragen, Informationslücken zu schließen und den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen zu vereinfachen – bei gleichzeitiger Gewährleistung eines Höchstmaßes an Datensicherheit.
Insgesamt zeigt die Bitkom-Umfrage, dass die deutsche Bevölkerung großen Wert auf Fortschritt und Innovation im Gesundheitswesen legt, und dass es eine solide Basis für die Einführung und Akzeptanz neuer digitaler Lösungen gibt. Maßgeschneiderte, transparente und sichere Lösungen haben somit die Chance, eine Schlüsselrolle bei der Weiterentwicklung des deutschen Gesundheitswesens zu spielen. Denn im Gesundheitswesen ist der Bedarf an individueller Unternehmenssoftware besonders hoch.
Individualisierte, bedarfsgerechte Software, die unter Berücksichtigung des Datenschutzes entwickelt wird, bietet im Gesundheitswesen entscheidende Vorteile:

 

  1. Sensibilität der Patientendaten: Patientendaten sind äußerst sensibel und bedürfen eines besonderen Schutzes. Maßgeschneiderte Software kann genau auf die spezifischen Anforderungen von Gesundheitseinrichtungen zugeschnitten werden, um die Datensicherheit zu maximieren.
  2. Integration in bestehende Systeme: Viele Gesundheitseinrichtungen nutzen bereits verschiedene Softwarelösungen für unterschiedliche Aufgaben. Eine maßgeschneiderte Lösung kann sicherstellen, dass diese Systeme nahtlos miteinander kommunizieren können.
  3. Gesetzliche Anforderungen: Im Gesundheitssektor gibt es eine Reihe spezifischer gesetzlicher Vorgaben, wie z.B. die Patientenrechte oder Aufbewahrungsfristen für medizinische Dokumente. Maßgeschneiderte Software kann sicherstellen, dass diese Vorgaben effizient und korrekt eingehalten werden.
  4. Telemedizin: Mit dem Aufkommen der Telemedizin ist es wichtig, sichere Kommunikationskanäle zwischen Patienten und medizinischem Personal zu gewährleisten. Bedarfsgerechte Software kann speziell für diesen Zweck entwickelt werden und dabei helfen, Datenschutz und Effizienz zu gewährleisten.
  5. Verbesserung der Patientenversorgung: Mit individuell angepasster Software können Prozesse in Gesundheitseinrichtungen optimiert werden, was zu einer besseren Patientenversorgung führen kann. Beispielsweise können Diagnosetools, Terminverwaltungssysteme oder Patienteninformationssysteme genau auf die Bedürfnisse einer Einrichtung zugeschnitten werden.

 

Bedarfsgerechte Software kann im Gesundheitswesen nicht nur die Datenverarbeitung optimieren, sondern auch zur Verbesserung der Qualität der Patientenversorgung beitragen. Dies zeigt, warum es gerade für Einrichtungen des Gesundheitswesens von großer Bedeutung ist, in solche individuellen Softwarelösungen zu investieren. Die Beachtung des Datenschutzes ist dabei unerlässlich, um das Vertrauen der Patienten und des medizinischen Personals zu stärken und gleichzeitig den regulatorischen und rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden.